Vor dem Pokalduell in Halle hat der FC Schalke 04 eine klare Ansage in Richtung seiner Fans gegeben. Rund 1.500 Anhänger werden erwartet.
Halle an der Saale – Ein Pokalabend lebt von Farben, Gesängen und Emotionen. Für die mitreisenden Schalke-Fans gilt dieses Mal jedoch eine andere Devise: möglichst unauffällig bleiben. Kein Witz. Der FC Schalke 04 rät seinen Anhängern ausdrücklich davon ab, sich am Montag (24. August) in Halle (an der Saale) außerhalb des Stadions mit S04-Fanartikeln zu zeigen. Rund 1.500 Königsblaue werden zum ausverkauften Duell erwartet.

Für zusätzliche Sicherheit soll die Polizei sorgen. In der Stadt werden Teams unterwegs sein, die an gelben Westen mit der Aufschrift „Konfliktmanagement“ zu erkennen sind. Die Beamten wollen frühzeitig ansprechbar sein und Spannungen möglichst verhindern. Nach bisherigen Erfahrungen könnten so „viele Ihrer Fragen geklärt und somit unnötige Konflikte frühzeitig vermieden werden“.
Schalke rät Fans von Klamotten in Vereinsfarben ab
Der ungewöhnlich deutliche Appell des Vereins kommt nicht ohne Grund. Beim Halleschen FC hatte es im September 2025 nach dem Regionalliga-Spiel gegen die BSG Chemie Leipzig einen Platzsturm und Würfe mit Pyrotechnik gegeben. Im Juli 2026 wurde zudem ein Test gegen Energie Cottbus nach rassistischen Beleidigungen gegen Cottbuser Spieler abgebrochen. Entsprechend aufmerksam wird die Partie verfolgt.
Auch Schalke kennt die Schattenseiten solcher Pokalreisen. In der vergangenen Saison gastierten die Knappen beim Regionalligisten Lokomotive Leipzig und setzten sich erst in der Verlängerung mit 1:0 durch. Die Partie wurde von rassistischen Beleidigungen gegen Christopher Antwi-Adjei überschattet und zeitweise unterbrochen. Die Erfahrungen aus Leipzig dürften die Vorsicht der Schalker zusätzlich erklären.
Sportlich will Schalke dieses Mal möglichst früh für klare Verhältnisse sorgen. Der Bundesliga-Aufsteiger geht als Favorit in das Duell mit dem Regionalligisten, weiß aber um die besonderen Gesetze des Pokals. Vizekapitän Timo Becker erwartet jedenfalls keinen Spaziergang und fasste seine Einschätzung knapp zusammen: „Das wird ganz ekelig.“ Nach mehreren frühen Pokal-Aus soll diesmal der Weg weiterführen. (LF)














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